Durch die „langen Berge“

Ein Mittwoch außer der Reihe. Karl hat sich angeboten, uns mal ein paar seiner „Hometrails“ in den Baunataler Langenbergen zu zeigen. Da lassen wir uns natürlich nicht lange Bitten und nehmen sein Angebot gerne an. Neue Wege kennenzulernen ist eben immer wieder spannend.

Warmfahren
Einfahren, bevor es auf die Trails geht. Wir sind oberhalb von Großenritte.


Als Treffpunkt wurde der Parkplatz des Parkstadions in Baunatal gewählt. Von hier aus führt uns Karl zunächst auf Nebenstrecken durch Großenritte und schließlich an den Waldrand. Für mich war hier im Prinzip alles neu, weil dieser Teil des Habichtswaldes wirklich sehr abgelegen und schlecht erreichbar ist. Eine attraktive Anreise aus dem Kasseler Osten gibt es eigentlich nicht, der Asphaltanteil ist sehr hoch und knapp 20 Kilometer lang. Es lohnt eventuell, den Radroutenplaner Hessen für die Anfahrt zu bemühen. Heute habe ich das Fatty aber im Auto schon mit an die Arbeit genommen und bin von dort aus angereist, so wie die Hälfte der 14 weiteren Biker.

GruppenbildImWald
Kurzer Stop zum Sammeln
WolleAbwaerts
Wolle nimmt Maß für den Trail

Bis an den Waldrand ist vom Parkplatz aus Warmfahren, mehr oder weniger in der Ebene, angesagt. Aber dann geht es gleich ordentlich zur Sache. Der Burgberg läßt grüßen und bringt uns auf Betriebstemperatur. Die Kette wandert schlagartig auf vorne klein und hinten so groß wie geht. Die Anstiege sind zwar nicht sehr lang, aber dafür richtig steil. Schade, dass es so trocken ist, sonst hätte ich mit dem Fatty heute einen großen Vorteil. An einigen feuchten Stellen kann ich mit den dicken Reifen aber trotzdem durch ordentlichen Grip richtig punkten, die Quittung erhalte ich während der Abfahrt aber in Form von dem sich lösenden Dreck zwischen den Stollen. Am Jakobsbörnchen füllen wir unsere Trinkflaschen mit frischem Quellwasser auf. Ein Familie, die hier mit ganzen Kanistern steht, lässt uns bereitwillig Zwischentanken. Anscheinend schmeckt das Wasser….

Aussichtspunkt Bocksgeil
Fernsicht im wahrsten Sinne des Wortes. Der Blick vom Aussichtspunkt „Bocksgeil“.

Wir fahren mehrere Aussichtspunkte an, von wo aus wir bei dem klaren Wetter eine grandiose Fernsicht genießen können. Wir fahren über den Bilstein zum Aussichtspunkt Bocksgeil (was für ein grandioser Name!) und dann rüber zur Niedensteiner Wand. Ein toller Höhenweg, im Moment ein wenig zugewachsen.

Die Trails machen aber richtig Spaß. Die Kratzspuren durch Dornengebüsch können den auch nicht schmälern. Zum Glück habe ich das Navi im Gepäck und die Strecke aufgezeichnet. Ohne diese Daten würde ich die Trails bestimmt nie wieder finden…. Unterhalb vom Saukopf drehen wir bei und nehmen kurz vor Großenritte nochmal eine kleine Schlammpackung mit.

IMG_5913
22 Kilometer mit knappen 500 Höhenmetern finden am Ende der Tour den Eintrag ins Tagebuch. Für die interesierten Kartenkundler bzw. „Nachfahrer“ die GPX-Daten zum Download.

Trailabschnitt
Schon wieder auf dem Rückweg

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2 Thoughts to “Durch die „langen Berge“”

  1. wolle

    … das war ja mal wieder ein richtiges Trailfeuerwerk. Viel Dank Karl.

    „An einigen feuchten Stellen kann ich mit den dicken Reifen aber trotzdem durch ordentlichen Grip richtig punkten, die Quittung erhalte ich während der Abfahrt aber in Form von dem sich lösenden Dreck zwischen den Stollen.“
    >>>> Mario, ich war hinter dir und wurde geradezu sand(dreck)gestrahlt. 🙂

    Danke auch für den GPS-Track (liegt schon bei mir auf Google-Earth).

    1. Mario Schön

      Sorry Wolle, so hatten wir dann wenigstens zu zweit etwas vom Dreck 😉 Nächstes mal dann mit einem „Fender“…der hält zumindest mich sauberer…

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