Ein Micro-Workout

Montag war mal wieder so ein verkappter Tag: Morgens mit dem Auto an die Arbeit (was soll aus so einem Tag dann auch schon werden?), Wetter mies, Laune schlecht, Technik spinnt. Da kommt ein Trainingsläufchen „after work“ doch gerade Recht, auch wenn Laufen bei mir nicht so ganz hoch im Kurs steht. Unerwartet kommt’s plötzlich doch anders als gedacht.

WindRakete
Windrad Niestetal 2

Des Sohnemanns smartphone, dass uns sowieso schon seit Wochen ärgert, schreit nach einem Patch. Und der erfordert Zeit, verschlingt diese geradewegs und kostet darüber hinaus auch noch Nerven. Als wir fertig sind, ist’s zum Laufen mit der Gruppe natürlich viel zu spät. Die Trainingskameraden stehen längst unter der Dusche. Na gut, und jetzt? Nichts tun? Auf keinen Fall, die komplette letzte Woche habe ich schon damit verbracht, sportlich NICHTS zu tun. ALSO, dem Wetter keine Beachtung schenken und rauf auf’s Fatty. Jeder Meter auf dem Bike ist besser als nichts. Unterwegs wähne ich mich gar als der Erfinder eines Micro-workouts. Zu Hause werde ich später durch google allerdings eines Besseren belehrt. Mist, auf die Idee sind andere auch schon gekommen….sei’s drum. Mein Micro-workout sieht jedenfalls drei Intervalle vor.
Zuerst navigiere ich übers Wasserwerk an den Rand des Mühlenbergs und den Wandertrail hinunter zum Schützenhaus. Kurze Erholung bis zum Forsthaus, dann im Wiegeschritt volle Kanne hoch zum Windpark.

SchoeniesRakete
Boa, ick schwitze schon. Sieht fast aus wie’ne Rakete im Hintergrund 🙂
DerWaldKocht
Im Mühlenberg scheints zu Kochen…
Daemmerstunde
Blick zurück vom Mühlenberg Richtung Nieste

Erholungsabfahrt nach Uschlag, anschließend in Tal-Lage nach Dahlheim und dann am Dahlheimer Feld hoch bis ganz oben auf den Mühlenberg. Aber nicht den Teerweg, sondern diese kleine, miese Rampe, die kurz hinter der Scheune vom Teer links abzweigt, natürlich im Wiegeschritt. Dieses Stückchen hat mir der Jörg unlängst mal gezeigt. Schnappatmung, Maximalpuls und Oberschenkelbrennen sind die Konsequenz des Ganzen. Das grande Finale bildet die Fortsetzung des Anstieges am Waldrand (Jetzt Teil des Panoramawegs, im Heiligenröder Slang auch Dachskurve genannt!), grobe Richtung Sensenstein.
Tja, was soll ich sagen? Oben geht’s wieder gut. In der Abfahrt nach Hause die feuchte Luft aufsaugen, die trotz Nieselregen nach Sommer und frischem Getreide duftet. Schlappe 22 Kilometer sind zusammengekommen. AAABER die Seele ist gereinigt, der Kopf ist frei. Wunderbar so ein Micro-workout. Kann ich jedem nur empfehlen

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2 Thoughts to “Ein Micro-Workout”

  1. zinser

    Kurz und schmerzvoll, find ich GUT ;-))

    1. Mario Schön

      Und das hat trotzdem richtig Spaß gemacht 🙂

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