Grenzkontrolle am 3. Tag

Wenn man bedenkt, dass die gesamte Route mehr oder weniger am Computer entstanden ist, dann kann sich das Ergebnis nach den absolvierten zwei Tagen schon mal sehen lassen. Klaro, als Basis gab es einen track von einem Biker, der die komplette Grenzsteintrophy gefahren ist. An einigen Stellen habe ich aber ein wenig eingegriffen, um den Weg an unsere Gruppe anzupassen. Auch unsere Quartiere mußten ja irgenwie eingebaut werden.
Bad Sachsa verlassen wir am Sonntagmorgen in südliche Richtung. Ein Gruppenfoto vor der netten Bar von gestern Abend ist Ehrensache!

Eigentlich ist es egal, wohin man von hier aus fährt. Das Städtchen liegt quasi in einem Vulkankessel, gleichbedeutend mit Anstiegen in alle Richtungen. Egal wohin die Fahrt auch führt, es geht zwangsweise erstmal bergauf. Eine kleine Verwirrung infolge einer vermeintlich fehlenden Auffahrt auf die Bundesstraße schließt sich an. Wir nehmen kurzerhand ein paar Treppenstufen in Kauf und rollen zunächst auf unseren Stollenpneus auf feinstem Asphalt.

Ein kurzer Abstecher auf die Landstraße
Achtung Kolonnenweg. Hier mal ohne Löcher
Ein original Umbau….

Es sieht so aus, als hätte die Stadt am Vortag für uns frisch asphaltiert. Zum Glück führt uns der track ein wenig später auf den Radweg und irgendwann endlich wenigstens auf Schotter. Puh, mir fällt ein Stein vom Herzen, denn bei der Planung sahen die Wege mehr nach Feld und Wiese aus. Anscheinend hatte die Straßenmeisterei hier etwas lange Weile 🙂

Es dauert gar nicht lange, da finden wir uns im Wald wieder. Wie sollte es anders sein, kurz nachdem wir auf einem Sportplatz in Lüderode ein paar Modellflieger beobachtet haben, führt ein schmaler Pfad am Dorfende bergauf in den Wald. Aber so steil, dass Fahren kaum möglich ist. Wir bewegen uns auf einer Art Bergrücken, denn rechts und links von uns geht es steil abwärts. Wir kämpfen uns wacker bis zum Ausblick auf den Sonnenstein. Von hier aus haben wir einen klasse Rundumblick auf den Südharz und das sich in südliche Richtung ausbreitende Eichsfeld. Einheimische erzählen uns ein wenig Geschichte rund um den Kali-Bergbau, den es hier einmal gegeben hat.

Ein Blick vom Sonnenberg in Richtung Bischofferode

Das nächste Ziel ist die Burg Bodenstein, fast in Sichtweite. Sie versteckt sich ein wenig tiefer am Horizont, gut getarnt im Wald. Sie ist das auserwählte Ziel für die inzwischen wohlverdiente Mittagspause. Im Rucksack aufgeplatzte Bananen stellen eben keine echte Alternative zu einer ordentlichen Eichsfelder Vesper dar.
Was wir bis dahin nicht ahnen: Ein schier unglaublich steiler Anstieg stellt sich uns in den Weg. Die Räder wandern in Alpenmanier auf den Rucksack, weil schieben jenseits der 20% auf Waldboden kaum noch möglich ist. Das Burgrestaurant ist die einzige Motivation, die uns auf dem track hält. Und, was soll ich sagen? Die Mühe ist es wert. Eine gute Bewirtung entschädigt uns für alles. Und schließlich ist es von hier aus nur noch ein Steinwurf bis Leinefelde. Ein wenig genießen wir den steten Wechsel von Sonne und Wolken, die Eierlikörtorte, den Goulasch und die Eichsfelder Stracke Wurstplatte…..und noch einiges mehr. Es fällt uns nicht ganz leicht, sich hier loszureißen, aber der Zug ab Leinefelde wartet nicht lange auf uns.
Der Rest des Weges ist dann auch eigentlich nur noch Formsache. Zur Belohnung gibts am Ende unserer Tour in der Innenstadt von Leinefelde noch ein Eis, vereinzelt wird auch frische Waffel an Heidelbeeren mit Vanilleeis gereicht, bevor wir mit dem Nahverkehrszug wieder nach Kassel zuckeln.

Die Eroberung der Burg Bodenstein
Boaahhh: Ein Schwedenbecher!
Abfahrt auf Gleis 1 Richtung Kassel.

Die Tagesbilanz unseres dritten Tages weist immerhin 41km und 1020Höhenmeter aus. Nicht schlecht dafür, dass es eigentlich nur noch bergab gehen sollte 😉

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2 Thoughts to “Grenzkontrolle am 3. Tag”

  1. Dirk

    Super Mario
    Wiedermal ein toller Bericht.
    Danke.

    1. Schoenie

      Freut mich, wenn’s gefällt :))

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