Speichengespräche in der Söhre

Nach echt langer Abstinenz musste ich Samstag endlich mal wieder das Fatty bewegen. Die letzten Wochen habe ich nur die Laufschuhe an den Füßen gehabt, um mich ein wenigsten etwas auf den Ratzeburger Adventslauf am 1. Advent vorzubereiten. Immerhin sind das um diesen See 26 Kilometer. Und die schaff‘ ich nicht mehr mal so einfach aus der Hüfte 🙂

Belgerkopf
Auf dem Belgerkopf ein kleines Gruppenbild


Das Wetter hat die Entscheidung für eine Funbiker-Runde aber sehr leicht gemacht! Wir starten heute in Richtung Süden und nehmen die Söhre mit einem Stück Grimmsteig in Angriff. Die ersten echten Schlammkuhlen wollen oberhalb vom Setzebach bezwungen werden. Bei dem Tempo bergauf noch eine halbwegs saubere Angelegenheit. So wird eben nur das Ross eingesaut, der Reiter bleibt noch sauber. Ab dem großen Belgerkopf, inzwischen folgen wir dem Grimmsteig, geht’s dann abwärts Richtung Wellerode. Hier sieht der Schlammpegel schon nicht mehr ganz so witzig aus. Erinnerungen an den „Salzweg“ werden wach.

Muelldeponie
Die Anfahrt zum letzten Trail, Richtung Lohfelden
Trischi2
Trischi im Downhill
Benni
Benni, der heute alles gegeben hat! Auch bergauf wie ein Torpedo. Dafür gabs beim Pizza-Mann einen Krampf 😉
DerKlaus
Selbst unscharf zu erkennen. Eine halbe Gabel: Klaus. Leider zu schnell…
KPZ
Der KPZ hat gut grinsen. Kein Wunder mit viel Federweg…

Wer bis hierher noch halbwegs sauber war, wird nun mit Schlamm bis unter das Helmvisier beschossen. Was bin ich froh, dass ich ein Hardtail unterm Hinter habe (OK, ein Fatty). Den Lagerstellen der Federboliden meiner Sportfreunde wird jedenfalls der „Garaus“ gemacht. Von der Franzosenstraße biegen wir dann auch noch zu den Fahrenbachteichen ab, wo der Trail schon bei Trockenheit immer mit viel Wasser glänzt. Doch diesmal kommt mit einer rechts-Umrundung eine neue, deutlich trockenere Variante ins Spiel. Ich bin begeistert, ein Stück Grimmsteig, das ich noch gar nicht kannte! Kurz, aber schön. Auf den Trails hinter Wellerode hinunter nach Lohfelden haben wir dann auch noch mal richtig Spaß. Hier läufts ordentlich und ich muss den „Federfritzen“ doch tatsächlich Platz machen. Aber irgendwie sind mir die komplett mit Laub bedeckten Trails auch ein wenig suspekt. Steine sind gar nicht zu erkennen, Wurzeln? Fehlanzeige. Längs liegendes Gehölz? Ach, so was gibt’s auch? Da hänge ich doch zu sehr an meinen heilen Knochen. Schließlich muss ich nächste Woche noch ’nen Wettkampf Laufen….
Achja, was hat das denn jetzt eigentlich mit dem Titel zu bedeuten? Jaanz einfach: Nach den Anstiegen hat sich das Feld immer ein wenig gelichtet und die Vorauseilenden hatten dann immer ausreichend Zeit, zu fachsimpeln. Also Speichengespräche zu führen. Der Klaus hat sie erfunden 🙂

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4 Thoughts to “Speichengespräche in der Söhre”

  1. Benjamin Löffler

    Was für eine schöne Runde in toller Gesellschaft.
    Danke für den schönen Bericht. Über die Lager mache ich mir Gedanken wenn sie quietschen.
    P. S. Das war doch höchstens ein „Krämpfchen“

    1. Mario Schön

      🙂 OK, habe vielleicht ein wenig übertrieben, aber ich hab‘ mich ganz schön erschrocken bei deinem Sprung am Tisch 😉

  2. Klaus Schmidt

    Hallo Mario toller Bericht danke. Habe heute das „Federvieh “ wieder gängig gemacht.

    1. Mario Schön

      Ich habe jetzt eine neue Methode zum Reinigen entdeckt: Warten bis der Schlamm trocken ist. Dann reicht sogar das so genannte „Putzerstöckchen“ schon aus und ganze Placken lösen sich wie von Zauberhand. Das hat sogar an den Schalträdchen funktioniert 🙂

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