Es ist beeindruckend, was der Tourismusverband Ostbayern e.V. für ein „Mountainbike Abenteuer“ auf die Beine gestellt hat. Der Abenteuercharakter lässt sich aus vielerlei Sichten bewerten. Ich finde die abwechslungsreiche Tour wirklich sehr gelungen. Schade, dass ich nicht schon vor zwei Jahren, als die Sternenbiker die Nordrunde fuhren, dabei sein konnte. Besonders an dieser Strecke ist, dass sie sich in unterschiedlichen Varianten fahren lässt. Sie bildet eine schräg liegende Acht, von der wir in diesem Jahr den unteren, südlichen Kringel gefahren sind. Gegen den Uhrzeigersinn, brav der Empfehlung des Tourismusverbandes folgend.

Die Teilnehmer mit ihren Bikes









Wissenswewertes zu unserer Tour
Mit acht Mountainbikern, neben mir drei weitere Bio- und fünf e-Biker der SG-Stern Kassel, machte ich mich am ersten Samstag im September auf den Weg. In Bischofsmais stellten wir unsere Fahrzeuge für die komplette Woche ab und starteten am Nachmittag auf unsere erste Etappe. 300 Meter einrollen, dann folgte auch schon der erste Stopp im Kaffee. Noch im Ort. Martin eben, hat eine Schwäche aber ausgezeichnete Spürnase für Kaffee und Kuchen. Sämtliche Übernachtungen waren von ihm bereits gebucht worden (Klasse Orga!). Außerdem hatte er für uns noch einen Gepäcktransport organisiert. Damit konnte ich mich anfangs nur schwer anfreunden, habe aber bereits am ersten Tag den Vorteil schätzen gelernt: Die Berge im Bayerischen Wald sind steil. Sehr- wenn nicht sogar sacksteil! Da zählt ohne elektrischen Antrieb jedes Gramm. Der Transport bedeutete unterwegs aber auch ein wenig mehr Luxus als sonst üblich. Nicht nur eine Unterhose und ein T-Sirt, außerdem diverse Trikots und Hosen, und sogar ein paar extra Bike Schuhe für schlechtes Wetter wanderten in die Tasche. Die aber bitte nicht zu groß sein sollte (Zitat Martin). Rückblickend möchte ich sagen: Okay, kann man mal machen. Aber den „Selbstversorger-Status“ möchte ich nicht aufgeben. Für diese Runde, oder besser gesagt, für die komplette Strecke von Trans Bayerwald, kann ich einen Gepäcktransport allerdings wirklich empfehlen. Der Spaßfaktor mit dem Mountainbike ist dann definitiv größer. Nicht nur bergauf!
Der am wenigsten spannende Streckenabschnitt auf unserer Süd-Route war die Umgebung von Passau. Die Stadt ist zwar schön anzuschauen, touristisch allerdings total überlastet. Und das selbst noch im September! Ein Stück Donau-Radweg mit dem MTB: Muss nicht sein. Gehörte aber zum Programm. Man lernt den ältesten Nationalpark Deutschlands noch mehr schätzen, wenn man endlich wieder in sein Grün eintauchen kann.
So lässt man den Rummel einfach hinter sich. Je weiter östlich wir kommen, desto einsamer und schöner wird es. Schlechter für diejenigen, die weniger Reserven auf ihren Rippen tragen. Einkehrmöglichkeiten werden hier nämlich eher selten. Ziemlich cool war es auf der Hütte des „Dreisessel“. Nicht nur, dass es dort eine „1a Verpflegung“ gibt, auch das Personal ist wirklich sehr nett. Besonders war, dass unsere Bedienung (weiblich) in Vertretung (quasi als Hobby) einen Mercedes-Truck fährt. Nicht irgendeinen, sondern schon etwas handfestes, einen Actros für die Baustelle. Sehr cool! Wir feiern das natürlich.
Ich möchte hier nicht in aller Ausführlichkeit die einzelnen Strecken verbal beschreiben. Alle hatte ihre Besonder- und Schönheiten. Vielmehr sollen die Bilder für sich sprechen. Außerdem verlinke ich die Streckenabschnitte von Komoot. Jede Etappe war irgendwie anders und wirklich schön gelegt. Auch wenn bei dem ein oder anderen die Trailabschnitte zu kurz kamen oder nicht schwierig genug waren: Es hat durchweg Spaß gemacht ! Unsere Unterkünfte waren vielfältig. Vom Hotel bis zum Gasthof war alles in unterschiedlichen Ausprägungen dabei. Essen und Getränke sind in den Lokalitäten durchweg noch preiswert und sehr gut.
Ein paar Daten zu unseren Etappen: Die Kürzeste war jene am ersten Tag. Logisch, durch die 500 Kilometer lange Anreise. An Tag 1 sammelten wir trotzdem noch 39 Kilometer mit etwas über 1.000 Höhenmetern. Unsere längste Etappe war am Tag 5 an. An jenem Mittwoch wanderten 68 Kilometer mit stolzen 1.800 Höhenmetern ins Tagebuch! Bis auf Karl-Heinz haben alle e-Biker auf dem Gipfel des Dreisessel Strom nachgetankt.
Insgesamt waren wir 8 Tage unterwegs, legten 443 Kilometer zurück und sammelten dabei 9.400 Höhenmeter. Anstiege mit über 20% kommen vor, sind aber nicht lang.
Für die Statistiker gibt es eine Tabelle von Martin mit einer Übersicht der einzelnen Etappen:

Bildhafte Eindrücke von unterwegs









Für die Streckenbeschreibung habe ich bei Komoot eine Collection angelegt und darin alle 8 Fahrtage aufgeführt.
Die Collection findet sich hier:





































