Die letzten Jahre stand es schon ganz traurig im Keller. Seine Einsätze waren überschaubar und meist führten die Fahrten durch Schlamm anstatt durch Schnee. Ich spreche von meinem Fatbike, dem Spcialized Fatboy. Mein treuer Gefährte seit 2014. Zweimal hat es mich über die Alpen gebracht, ohne irgendwelche Probleme. Der große Hype um die Fatbikes ist längst vorüber. Übrig geblieben ist eine kleine, eingeschworene Gemeinschaft.

Vergangenes Wochenende konnte das Fatboy seine überragende Wintertauglichkeit endlich wieder unter Beweis stellen. Da nämlich hatte Stefan eine Tour im Reinhardswald im Angebot. Aufgrund der Schneelage hat er die Route sogar im letzten Moment noch angepasst. Also verkürzt und um eine Attraktion (Fährfahrt über die Weser) abgespeckt. Ich gebe aber zu, dass dies die richtige Entscheidung war. Nicht unbedingt für mich 🙂 aber für die anderen Biker! Die waren mit maximal 2.4er Reifen unterwegs und das war weniger spaßig. Als Heiko die Tour in Komoot abspeicherte, bekam er sogar die Meldung: Heiko war wandern 😂 Meine 4.0er Schwalbe mit 0,5bar waren hingegen optimal. Damit war das eine ganz normale Biketour. Ja okay, der Rollwiederstand war wegen des sehr nassen Schnees schon manchmal spürbar höher. Aber dem Fahrspaß war das überhaupt nicht abträglich. Die Pause im Tierpark Sababurg kam zur rechten Zeit. Irgendwie haben wir doch viel mehr Zeit gebraucht, als gedacht. Für den Heimweg war die Mehrheit sogar plötzlich für die Straße! Das kommt auch eher selten vor.
















Langsam macht ihr mich ganz neidisch. mit euren Fat-Bikes! Aber am Sonntag konnte ich von der Sababurg aus einfach der Beschilderung nach Kassel folgen und hatte geräumte Schotterwege. Aber sonst wäre es wirklich unfahrbar gewesen…
Was soll ich sagen? Der Suchtfaktor eines Fatbikes ist wissenschaftlich nachgewiesen 😬😂