Der #GFBD17

Den Hashtag sollte man als Fat-Biker kennen. #GFBD17 steht für Global-Fat-Bike-Day-2017. Schon letztes Jahr haben wir rund um diesen Tag ein schönes Wochenende gestaltet und warum sollte Bewährtes nicht einfach wiederholt werden? Diesmal führte die Tour aber nicht durch den Harz, sondern es ging weit nach Süden, bis in den Schwarzwald!

Unser „Orga-Team“, Recep und Gunnar am Bahnhof in Freiburg

Kein geringerer als Gunnar Fehlau hat sich der Organisation rund um das Wochenende des ersten Advents angenommen. Mit Recep hatte er sogar einen „local“ als Guide gewonnen, der die schönsten Ecken der Gegend kennt, wie kaum ein anderer. Als Treffpunkt wurde Freiburg im Breisgau vereinbart. Dort am Bahnhof startete unser track in den Winter. Die Fatbikes waren kaum zu zügeln, so sehr freuten die sich auf ihren Einsatz im Schnee. Die Ausrüstung für zwei Tage im Freien hielt die Pferdchen jedoch im Zaum und es dauerte auch gar nicht so lange, bis das erste Mal in den Schiebemodus umgeschaltet wurde. Schlafsack, Isomatte, Biwaksack und Verpflegung bedeuten neben Gewicht auch einiges an Volumen, das irgendwie am Bike untergebracht werden will. Inzwischen ist der Begriff des „Bikepacking“ aber auch in Deutschland in aller Munde und genau dieses Equipment ermöglicht die Nutzung ungeahnter Platzreserven am Bike. Das tolle dabei ist, dass sich das Rad dann trotzdem noch gut schieben lässt und man nicht alle paar Meter an eine Tasche stößt, oder irgendwo hängen bleibt. Auf etwas über 800 Meter über normal Null fanden wir etwas überraschend  unseren ersten „Spot“ (so heißt der Platz für die Übernachtung im Fachjargon). Ein kleine Schutzhütte, diese sogar komplett ge- aber nicht verschlossen, bot ein ideales Quartier für unsere Gruppe (Oskar war der Findefuchs. Super!). Vier oder fünf schliefen innen, der Rest unter freiem Himmel. Draußen bot sich ein sensationeller Ausblick Richtung Norden. Des Nachts fiel die Temperatur auf 6 Grad unter Null, was bei Windstille und Trockenheit kein großes Problem war. Ein kleines Feuer wirkte da zum Vorwärmen schon Wunder. Ein ganz dickes Dankeschön geht an Walter und Uwe, die jeder für das Abendessen ein ganzes Karnickel beigesteuert haben. Aber es gab da noch mehr Leckereien, die dort oben gereicht wurden. So führte Bijan eigens zum Wärmen von innen einen sehr leckeren Rum mit, Recep verteile feinste Scheibchen vom Rind….es war einfach grandios.

Am nächsten Tag führte uns der Track weiter Richtung Osten. Noch vor dem Titisee zogen wir in einem großen Bogen Richtung Süden. In Hinterzarten sorgten wir im dortigen Edeka kurzfristig für einen Verkaufsschub am späten Samstagnachmittag. Hier verproviantierten wir uns für die zweite Übernachtung. Ab etwa 800 Höhenmetern sorgte eine über halben Meter dicke Schneedecke für entsprechend langsames Vorankommen. Vorbei am Mathisleweiher arbeiteten wir uns bis knapp über die 1000 Meter Marke und fanden noch im letzten Licht des Tages unseren zweiten Spot. Nicht ganz so komfortabel, wie der Erste, aber dennoch OK. Wir funktionierten super als Team, es benötigte nicht vieler Worte, jeder wusste worauf es ankam und was zu tun war. Deshalb war auch in kürzester Zeit das Holz gesammelt und gesägt, der Feuerplatz vom Schnee frei geschippt (Lawinenschaufel war im Gepäck! Danke Gunnar 🙂 ), ebenso ein paar Übernachtungsplätze. Ein Teil von uns konnte es sich unter dem Vordach der Hütte bequem machen. Aus akustischen Gründen 😉 zogen Andreas und ich ein Plätzchen im Schnee vor, außerordentlich romantisch 🙂 Etwas weniger romantisch war dann die nächtliche Temperatur, die bis auf etwa -12 Grad absackte. Wohl dem, der ausreichend Federn als Isolation um sich hatte.

 

Am Sonntag-Morgen bereitete uns Falk den Adventskaffee. Ich bin ein ums andere Mal von der Maschinerie und Falks Fingerfertigkeit beeindruckt. An ihm ist ein Barista verloren gegangen! Am Sonntag war der eigentliche Plan, nur noch bergab bis Freiburg zu rollen. Ankunft irgendwie deutlich vor 12 Uhr, da einige noch den ICE nach Hause erwischen wollten. Auf der Rechnung stand allerdings nicht die Unwegsamkeit der Strecke. Vom Übernachtungsspot zurück nach Hinterzarten und dann einfach dem Radweg nach Freiburg folgen, klang zunächst ganz einfach. Bei den Schneeverhältnissen tickt die Uhr aber ganz anders. Besonders dann, wenn auf dem vermeintlichen Radweg noch kein Lebewesen eine Spur hinterlassen hat. Die unverhofften Anstiege ab Hinterzarten waren somit das viel kleinere Problem, weil auf geräumter Straße. Eine Spur in die Schneedecke zu ziehen, war dagegen eine ganz andere Nummer….und so verstrich die Zeit. Um 12 Uhr waren wir noch etwa 25 Kilometer von Freiburg entfernt, ICE ade. Ab 600 Meter Höhe war es dann endlich eine Autospur, die uns etwas Rollen ermöglichte. Leicht geschwitzt erreichten wir Freiburg mit fast zwei Stunden Verspätung. Und ausgerechnet heute war die Bahn mal pünktlich. Es kommt eben immer irgendwie anders…

Vielen Dank Gunnar und Recep für den GFBD2017 und das erlebnisreiche, spannende, aufregende und lustige Abenteuer mit vielen, sehr netten Typen 🙂 Mehr Bilder gibbet es hier: http://overnighter.de/2017/12/schoen-war-es-globalfatbikeday2017/

GFBD2017

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5 Thoughts to “Der #GFBD17”

  1. Dieter Helbing

    Hy Mario,
    toller Bericht des GFBD im Schwarzwald ich war ja ständig online und hab Euch fast live verfolgt.
    Da ich Danke Uwe jetzt auch so ein nettes fettes Teil besitze werde ich beim nächsten mal sicher dabei sein.
    Ich hab dann auch gleich nochmal deine beiden Berichte zum Candy mir zu Gemüte geführt einfach toll diesen Event nochmal Revue passieren zu lassen

    Alles Gute und Gruß
    Dieter

  2. Zinser

    Echte Kerle, respekt 😉

    1. Mario Schön

      Jawoll 😂

  3. Signe

    …wie immer top zu lesen 😊
    Aber du/ihr seid schon ein bisschen verrückt – minus 12 Grad und draußen übernachten, Hut ab.

    1. Mario Schön

      Danke☺️ und man ist schon sowieso etwas verrückt, überhaupt so eine Bike zu fahren…😄

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